| F.A.Q. (Frequently asked questions/ Häufig gestellte Fragen) | ||||||||||||||||||||||||
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Was sind Sportflugzeuge ?
Sportflugzeuge sind Motorflugzeuge. Es sind im Grunde genommen die kleinen "Flitzer", die man allgemein so auf den Flugplätzen sieht. Achten Sie mal auf die Kennzeichnung der Flugzeuge (in der Regel im hinteren Bereich des Flugzeugrumpfes oder auf dem Leitwerk). Dort steht so etwas wie: D-MFUL oder D-EEOC oder D-GEEE oder D-KlMN. Maßgeblich ist hier der erste Buchstabe hinter dem Bindestrich. Hieran erkennt man die Art des Flugzeuges. Bis etwa 2 t max. Abfluggewicht spricht man i.d.R. von einem "Sportflugzeug". Unter diese Rubrik fallen auch die Kunstflugzeuge. |
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Wie schnell, wie hoch, wie weit fliegen die Flugzeuge?
Hier muss man zunächst unterscheiden, um welche Art von Luftfahrzeug es sich handelt. Bei einem motorisierten Gleitschirmflieger liegt die Geschwindigkeit bei etwa 35 - 45 km/h, bei einem Trike etwa bei 70 - 120 km/h und bei einem aerodynamisch gesteuerten Hochleistungs-UL kann sie durchaus die 250 km/h-Marke überschreiten. In diesem Bereich bewegen sich auch die Geschwindigkeiten der gehobenen "E"-Klasse Flugzeuge (PPL-A-Lizenz) . Bei den erreichbaren Höhen gibt es ebenfalls erhebliche Unterschiede. Der Gleitschirmflieger könnte durchaus sehr hoch steigen, würde dafür aber ziemlich lange brauchen und ab einer gewissen Höhe auch Probleme mit der Sauerstoffversorgung bekommen. Seine Flughöhe wird sich etwa im Bereich zwischen 1000 und 2000 ft. bewegen. Ähnlich sieht es mit den anderen UL-Typen aus. Auch diese werden sich in der Regel in Höhen bis max. 3500 ft. bewegen. Darüber hinaus benötigt man einen Transponder (ein Gerät, welches dem Tower Kennzeichen und Höhe des Flugzeuges anzeigt) Bei den Flugzeugen der anderen Klassen sieht das schon anders aus. Diese können Höhen von über 20.000ft. erreichen. Ihre Reiseflughöhe liegt in der Regel bei etwa 3.000 ÷ 5.000 ft Die Reichweite eines motorisierten Gleitschirms liegt bei ca. 2,5 Std. Flugzeit. Dieses können (je nach Windrichtung und -stärke) zwischen 0 und 100 km sein. Die Reichweite eines Trikes liegt bei ca. 300 - 400 km. Ein modernes aerodynamisch gesteuertes UL kann mittlerweile mehr als 1000 km mit einer Tankfüllung zurücklegen. Kann man eigentlich bei jedem Wetter fliegen ? Man kann im Sommer wie auch im Winter fliegen - wenn das Wetter mitspielt und die Landebahn in geeignetem Zustand ist (bei großen Wasserflächen oder Löchern auf/in der Landebahn wird es gefährlich). Für Piloten mit einer ,,normalen" Lizenz müssen bestimmte Wetter-Mindestbedingungen (Sicht und Wolkenfreiheit) gegeben sein. Für Flüge bei Nacht ist eine Zusatzberechtigung (NVFR) nötig. Für Flüge ohne Sicht (in Wolken) ist außer den erforderlichen Anzeigeinstrumenten eine besondere Schulung notwendig, die zur lnstrumentenflug-Berechtigung (IFR) führt. Wo kann man sich ausbilden lassen ? Dieses geht in kommerziellen Flugschulen oder in Luftsportvereinen. Die Ausbildung in einer gewerblichen Flugschule geht meist schneller, die Anpassung an den Terminkalender des Flugschülers ist einfacher, die Fluglehrer machen Ihre Arbeit hauptberuflich. Die Flugzeuge können ohne weitere Verpflichtungen beliebig gechartert werden. Die Ausbildung im Verein dauert i.d.R. erheblich länger, da die Flugausbilder ehrenamtlich arbeiten und so zumeist nur am Wochenende Zeit haben. Die Kosten sind auf den ersten Blick erst einmal niedriger, aber man muss, um hier das Fliegen zu erlernen, erst eine Mitgliedschaft erwerben, die zur Nutzung der Vereinsflugzeuge berechtigt. Daneben gibt es oft auch Vereinsumlagen und man ist zudem verpflichtet, eine gewisse Menge an Arbeitsstunden zu leisten. Auch ist so ein "Vereinsleben" nicht jedermanns Sache. Kann man die Pilotenlizenz "ausbauen" ? Man kann neben der normalen Lizenz für Sportpiloten (PPL-A) auch die Berechtigungen für ,,kontrollierten Sichtflug" (CVFR), für Nachtflug (NVFR), für Instrumentenflug (IFR), für Kunstflug, zum Schleppen von Segelflugzeugen, die Lehrberechtigung, die Berechtigung zum Fliegen von Motorseglern (TMG) u.a. erwerben - es gibt also eine Menge zu tun! Wieso müssen Privat-Flieger ihren Flugzeug-Kraftstoff nicht versteuern ? Dieses wird zwar in den Medien immer wieder behauptet, trifft aber nicht zu: Flugzeug-Kraftstoff wird nur an Luftfahrtunternehmen, die gewerblich Personen oder Fracht befördern (wie z.B. Lufthansa) steuerfrei abgegeben. Der Privatpilot (wie auch Vereine oder Flugschulen) zahlt Steuern auf den Flugzeug-Kraftstoff, die in etwa denen der Kfz.-Benzinsteuer entsprechen. Zusätzlich dazu ist in dem Preis des Flugzeug-Kraftstoffes auch noch eine Straßenverkehrsabgabe (!!!) enthalten. Der Preis für einen Liter Flugzeug-Kraftstoff liegt bei derzeit etwa 1,80 €. Muss ich Englisch können, wenn ich am Funkverkehr teilnehmen möchte ? Nein, für Flüge mit einem Ultraleichtflugzeug benötigen Sie nur eine Funksprecheinweisung, die Sie im Rahmen der allgemeinen Ausbildung erhalten. Wenn Sie ins Ausland fliegen wollen, dann benötigen Sie ein englisches Funksprechzeugnis (BZF 1). Wann darf man zum ersten Mal fliegen und wie oft hat man Flugunterricht ? Sobald die erforderlichen Papiere vorliegen, können Sie die erste Flugstunde nehmen. Das können Sie auch schon, bevor der Theoriekurs überhaupt begonnen hat. Spätestens aber zwei Wochen nach Beginn des Theorieunterrichtes sollten Sie mit dem Fliegen anfangen. Wie oft Sie zum Fliegen kommen möchten, können Sie selbst bestimmen. Wir empfehlen, bis zum ersten Alleinflug mindestens einen, besser zwei Flugtermine pro Woche einzuplanen. Später können Sie Ihre Flugstunden dem Theorieunterricht anpassen. |
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