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Hausmesse Eisenach
Am 23. und 24. August 2003 veranstaltete die FUL anlässlich der Eröffnung ihrer neuen Flugschule am Flugplatz Eisenach-Kindel (Thüringen) eine Hausmesse.

Die FUL suchte schon seit geraumer Zeit nach einer Ergänzung zu ihrem nördlichen Standort in Damme - für die Schulung, aber vor allem auch für den Vertrieb ihrer Fluggeräte. Nach langem Suchen und Prüfen fiel die Wahl schließlich auf den Flugplatz Eisenach-Kindel. Grund für diese Entscheidung waren Lage und Infrastruktur: der Platz ist bestens ausgebaut und die Autobahn liegt fast vor der Haustür. Hier soll nun in baldiger Zukunft ein Service-Center für alle Arten von Ultraleichtflugzeugen entstehen.
Ebenfalls ansiedeln wird sich die ukrainische Firma AEROS, die seit Jahren erfolgreich Gleitschirme, Drachen, Trikes und Flugzubehör herstellt und bereits seit längerer Zeit mit der FUL zusammenarbeitet.
Der Flugplatz
Der Flugplatz Eisenach-Kindel wurde bereits 1934 vom Fliegergeschwader 253 „Gotha“ gebaut und genutzt. Während der DDR-Zeit nutzten ihn die DDR-Volksarmee und die sowjetischen Streitkräfte. Dementsprechend groß dimensioniert ist auch die Landebahn. Sie hat eine Länge von 1720 m und eine Breite von 55 m.

Jahre nach dem Abzug der Armee wurde begonnen, diesen Platz umzugestalten: so wurde ein neues Tower-Gebäude mit Gaststätte errichtet und daneben eine große Flugzeughalle und ein kleinerer Rund-Hangar mit Drehplatte erbaut. Die Bahn wurde mit einer Nachtflugbefeuerung versehen. Eine neue Tankstelle bietet AVGAS und JET A1.

Flugplatz Eisenach-Kindel
Etwas abseits entsteht zur Zeit ein Gebäude für den örtlichen Aero-Club. Noch steht erst das Stahlgerüst.

Auf dem Weg von der Hauptstraße zum Flugplatz ist ein neues Gewerbegebiet entstanden. Viele größere Unternehmen haben sich hier angesiedelt. Fährt man die Straße am Flugplatz entlang weiter, kommt man zu einem Verkehrsübungsplatz.
Der Hinflug
Im Verlaufe des 22. August machten sich in Damme die Angestellten der Flugschule und Freunde des Hauses bereit, mit den Flugzeugen der FUL nach Eisenach hinüber zu fliegen. Es ging hektisch zu, hier war noch was einzupacken, da was zu checken, zwischendurch mussten Telefonate beantwortet werden und und und. Immer wenn Zeit war, machte sich eine Crew auf den Weg.
Von Damme aus ging es über das Wiehengebirge, Bad Qyenhausen, Lemgo nach Höxter. Von dort aus folgten wir dem Tal der Weser. Es war ein herrlicher Flugtag - klare Sichten und Sonnenschein. Unter uns die Weser und immer wieder interessante kleine Ortschaften. Über Bad Karlshafen hat man einen herrlichen Blick über die Weserkehre und auch Hannoversch Münden, wo sich Werra und Fulda zur Weser vereinen, bietet einen tollen Ausblick.

Bei Eschwege bogen wir dann von der Werra nach Südosten ab. Vorbei an großen Teichen ging es nun über große Waldgebiete, bis wir schließlich nach ca. 1 ¾ Std. Flugzeit die Stadt Eisenach erreichten.
Herford
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Eisenach, eine Stadt mit großer Geschichte. Einst wohnte hier Martin Luther auf der Wartburg, wo er unter dem Namen „Junker Jörg“ die Bibel ins Deutsche übersetzte.
In der Stadt wurde bis kurz nach der „Wende“ der Wartburg gebaut. An großen Betrieben haben sich Opel, BMW und Bosch angesiedelt.

Bevor wir zum Flugplatz flogen, drehten wir noch eine kleine Rund um die Wartburg, die …..erbaut wurde und im Laufe der Jahrhunderte immer weiter aus- und umgebaut wurde, so dass sich in ihr viele Baustile vereinen.
Ja, und dann setzten wir zur Landung auf dem Flugplatz in Kindel an. Je tiefer wir kamen, um so größer und größer wurde die Piste. Und sie wollte gar kein Ende nehmen. Man schwebte und schwebte und immer war noch genug Piste da. Aber schließlich setzten wir doch auf. Etwas ungewohnt war, dass die Piste etwas ansteigt. Auch der Wind war nicht ohne. Er kam von der Seite und war recht kräftig (was hier des öfteren so sein soll).

Da der Lkw mit dem „Equipment“ noch unterwegs war, gab es noch nichts auszupacken und aufzubauen, so dass es eigentlich nur die Möglichkeit gab, in der Flugplatzgaststätte „Propeller“ auf die Ankunft der anderen Flugzeuge der FUL zu warten. Aber draußen auf der Terrasse bei Kaffee und Kuchen und später einem schönen Grillgericht und einem Weizenbier ließ sich das Warten gut aushalten

Zwischendurch ging ich mal kurz zur Drehhalle, wo 2 Ingenieure der Fa. Kappa am Fahrwerk einer Kappa KP 2 U arbeiteten. Es war interessant, das Innenleben der Tragflächen und des „ausgeräumten“ Cockpits anzuschauen. Die Maschine war auf drei Stützen aufgebockt, und so konnte ich endlich auch mal sehen, wie das Ein- und Ausfahren des Fahrwerks im Detail funktionierte.
Anflug auf Eisenach-Kindel
Fahrwerkreparatur im Hangar
Nach und nach kamen die anderen Teammitglieder ( 1 / 2 / 3 / 4) und am späten Abend waren schließlich alle da.
6 Flugzeuge standen nun angebunden auf dem Vorfeld: eine Kappa KP 2 U Sova, eine Kappa KPD 2U, eine DA 40, eine Cessna 172, eine A22 und ein SkyRanger ( 1 / 2 ).
Wir begannen dann bei einsetzender Dunkelheit auf der Rückseite des Flugplatzgebäudes, in der Halle, in der normalerweise der Feuerwehrwagen und das Flugplatz-Service-Mobil stehen, die „Bierzelt-Garnituren“ - Holzbänke und Holztische aufzubauen. Als nächstes war ein großes Partyzelt an der Reihe. In einigen Kartons fanden wir diverse Zeltstangen und verschiedene Planen, nur keine „Bedienungsanleitung“. Das sollte noch zum Problem werden, wie sich bald darauf herausstellte. Waren drei Seiten des Zeltes zusammengesteckt und sollte nun die vierte Seite befestigt werden, fiel alles wieder auseinander. Da war echte Ingenieurskunst gefragt. Nach einiger Zeit hatten wir dann aber raus, welche Stangen mit welcher Länge (sie unterschieden sich teilweise nur im Millimeterbereich) zusammengehörten. Und dann stand es schließlich, das Gerüst. Nur noch das Dach aufgezogen und die Seitenwände eingebunden und fertig war die Laube.
Zeltaufbau
Kurz vor Mitternacht kam dann auch endlich der LKW und die mitgebrachten Iglu-Zelte konnten im Lichte der Scheinwerfer neben der Drehhalle aufgebaut werden.

Ich zog es vor, mein Nachtlager im Büro von Ingo, dem Leiter der hiesigen FUL-Flugschule, aufzuschlagen. Hier war es angenehm leise, windstill und der Kühlschrank war auch nicht weit.
(Autor: Wolfgang Dewenter)
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