Galerie
Allgemeines Glückwünsche Videos
Seite 1 Seite 2 Seite 3 Übersicht
Seite 4 Seite 5 Seite 6
20. Deutsche Meisterschaft im Ultraleichtfliegen
Nach vielen Jahren im Süden der Republik (mit einem kurzen Gastspiel im Norden im Jahre 2003), fand die Deutsche Meisterschaft erstmals in der Mitte Deutschlands, im thüringischen Eisenach statt

Mit dem nachfolgenden Bericht soll einmal dargestellt werden, wie eine solche Meisterschaft abläuft:

Die Ausschreibung
Nachdem Wolfgang Lintl (Sportreferent von DAeC und DULV), der viele Jahre lang diese Meisterschaft geleitet hat, im Jahre 2003 (nach vielen vergeblichen Versuchen in den Jahren zuvor) seinen Rückzug aus der Organisation erklärte, sollte im Jahre 2004 Sigi Geyer diese Aufgabe übernehmen. Dieser war dann aber kurzfristig beruflich verhindert, so dass schließlich Lothar Schwarz, der noch 2003 als Teilnehmer bei den Meisterschaften mitflog, plötzlich als Vertreter des Deutschen Aero Club (DAeC) die Organisation übernehmen musste.
Nach seinem Debut bei den Meisterschaften 2004 in Rothenburg o.d.T. übernahm Lothar auch dieses mal wieder die Wettbewerbsleitung. Wolfgang Lintl stieß an den letzten beiden Veranstaltungstagen zur Unterstützung dazu.
Um an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen zu können, mussten im Vorfeld verschiedene Voraussetzungen vom Bewerber erfüllt werden:
  • Deutscher Staatsbürger
  • Besitz einer gültigen UL-Fluglizenz
  • Besitz einer gültigen Passagierflugberechtigung (bei doppelsitzigem UL)
  • Fluggerät mit gültiger Verkehrszulassung (VZ oder VVZ)
  • Nachweis der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung
  • Flugerfahrung von mindestens 40 Std. nach Scheinerhalt
  • Mitglied im DAeC oder DULV
  • Schriftliche Anmeldung beim Wettbewerbsleiter
  • Rechtzeitige Bezahlung des Startgeldes
  • Mindestteilnehmerzahl von 20 gemeldeten Flugzeugen (max. 35 Flugzeuge)
  • Anerkennung der Wettbewerbsregeln
  • Abgabe einer Haftungserklärung

Als Startgeld waren zu entrichten:

  • 130 € (doppelsitzige UL) oder
  • 100 € (einsitzige UL)

Für die Meisterschaft galten die Regeln der FAI (Fédération Aéronautique Internationale). Dieser „Sporting-Code“ nennt verschiedene Grundsätze, die für eine solche Meisterschaft gelten. Hier einige Stichpunkte:

  • Durch Wettbewerbsflüge mit verschiedenen Aufgaben sind unter sportlichen Gesichtspunkten Sieger für jede Wettbewerbsklasse zu ermitteln und Auswahlkriterien für die Zusammensetzung eines Deutschen Teams für internationale Meisterschaften (EM / WM) zu liefern.
  • Die Wettkämpfe sollen der Freundschaft und dem Erfahrungsaustausch zwischen den Piloten dienen.

Voraussetzung für eine gültige Wertung der Meisterschaft sind:

  • In der jeweiligen Klasse müssen mindestens 4 Wertungsaufgaben durchgeführt und gewertet worden sein.
  • Eine Aufgabe ist dann gültig, wenn alle Teilnehmer einer Klasse die Möglichkeit hatten, zum Wettbewerbsflug zu starten.
  • Sieger ist der Pilot, der die höchste Punktzahl erreicht, die sich aus der Addition der Punkte aller Wettbewerbsaufgaben ergibt.
  • Wenn in einer Klasse nicht mindestens 4 Teilnehmer am ersten Wettbewerbstag starten, wird in dieser Klasse der Titel „Deutscher Meister“ nicht vergeben.
Nach oben
Die Aufgaben
Die Hauptaufgaben bestehen aus Navigationsflügen mit einem oder mehreren Wendepunkten. Zwischen- oder Außenlandungen können eingeplant werden. Die Navigationsflüge können einzeln oder kombiniert folgende Aufgaben enthalten:
  • Wirtschaftlichkeit bezogen auf die Geschwindigkeit - Wirtschaftlichkeit bezogen auf die Flugdauer
  • Navigation mit dem Finden von Wendepunkten und Identifizieren von Photos oder ausgelegten Zeichen
  • Pünktlichkeit mit der Einhaltung von vorher angegebener Reisegeschwindigkeit oder Überflugzeit
  • Präzision (Ziellandungen mit und ohne Motorkraft)
(Autor: Wolfgang Dewenter)
weiter geht´s auf Seite 2
Nach oben
© 2003 Fachschule für Ultraleicht- und Motorflug GmbH (FUL). Alle Rechte vorbehalten.